Online-Bestellsystem ohne Provision: So funktioniert es
Ein Online-Bestellsystem ohne Provision ist Ihre eigene Bestellseite, für die Sie einen festen Monatspreis zahlen statt eines Anteils an jeder Bestellung. Das Geld der Gäste geht direkt auf Ihr Konto, und je mehr Sie online verkaufen, desto mehr bleibt bei Ihnen.
Aktualisiert am · OwnGo, Berlin
Was ein Bestellsystem ohne Provision ist
Viele Restaurants kennen Online-Bestellungen vor allem über Lieferplattformen. Das Modell ist einfach: Die Plattform bringt die Bestellung und behält dafür einen Prozentsatz vom Umsatz. Plattformen verlangen pro Bestellung eine Provision, häufig im zweistelligen Prozentbereich.
Ein Bestellsystem ohne Provision dreht das um. Sie haben eine eigene Website, auf der Gäste Ihre Speisekarte sehen, bestellen und online bezahlen. Dafür zahlen Sie einen festen Betrag im Monat. Ob Sie 50 oder 500 Bestellungen haben, ändert daran nichts.
Bei OwnGo sieht das so aus:
- Ihre eigene Bestellseite, auf Wunsch unter Ihrer eigenen Domain.
- Bestellungen zur Abholung: so bald wie möglich oder vorbestellt für eine spätere Uhrzeit.
- Zahlung per Karte, Apple Pay oder Google Pay über Ihr eigenes Stripe-Konto.
- Ein Küchenpanel im Browser, das jede neue Bestellung laut meldet.
- Ein Tagesabschluss für den Steuerberater.
Wichtig ist, was so ein System nicht ist. OwnGo liefert nicht aus und ersetzt nicht Ihre Kasse. Es ist der Weg, über den Ihre Gäste direkt bei Ihnen bestellen, ohne dass jemand an jeder Bestellung mitverdient.
Für wen sich ein eigenes System lohnt
Am meisten profitieren Restaurants, die schon Stammgäste haben. Eine Pizzeria, die seit Jahren im Viertel bekannt ist. Ein Imbiss, bei dem mittags dieselben Gesichter in der Schlange stehen. Ein Lokal, das regelmäßig Bestellungen am Telefon annimmt. Diese Gäste suchen nicht nach irgendeinem Restaurant, sie suchen nach Ihnen.
Weniger passend ist ein eigenes System, wenn Sie vor allem Lieferungen verkaufen möchten oder noch kaum jemand Ihr Restaurant kennt. Dann ist die Reichweite einer Plattform zunächst wichtiger. Die eigene Seite kann trotzdem von Anfang an mitlaufen, damit wiederkehrende Gäste einen direkten Weg zu Ihnen haben.
Provision oder fester Monatspreis
Provision fühlt sich am Anfang günstig an, weil sie nur fällig wird, wenn etwas verkauft wird. Mit jeder zusätzlichen Bestellung wächst sie aber mit. Ein fester Preis bleibt gleich, egal wie gut das Geschäft läuft.
Ein Rechenbeispiel
Die Zahlen sind angenommen und rund gewählt. Nehmen wir an, Ihr Restaurant hat 300 Online-Bestellungen im Monat zu je 25 €. Das sind 7.500 € Umsatz.
- Mit 13 % Provision: 975 € im Monat, also 11.700 € im Jahr.
- Mit OwnGo: 49 € im Monat bei 12 Monaten Laufzeit. Dazu kommt die Gebühr von Stripe, für Standardkarten aus dem EWR derzeit 1,5 % + 0,25 € pro Zahlung. Bei 300 Zahlungen zu je 25 € sind das 112,50 € plus 75 €, also 187,50 €. Zusammen 236,50 € im Monat.
In diesem Beispiel bleiben Ihnen 738,50 € im Monat mehr. Wie Zahlungsgebühren bei einer Plattform abgerechnet werden, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Prüfen Sie dafür Ihre eigenen Abrechnungen.
Ab wann sich ein fester Preis rechnet
Der Monatspreis bei OwnGo ist immer monatlich zu zahlen: 49 € bei 12 Monaten Laufzeit oder 59 € ohne Mindestlaufzeit. Eine Provision pro Bestellung gibt es nicht, und die Einrichtung ist kostenlos.
Ein fester Preis hat noch einen Vorteil, der in keiner Rechnung auftaucht: Sie können planen. Ein gutes Wochenende, ein neues Mittagsangebot oder ein voller Dezember machen Ihre Kosten nicht höher. Jede zusätzliche Bestellung bringt Ihnen den vollen Umsatz, abzüglich der Zahlungsgebühr.
Was ein gutes System können muss
Eine hübsche Speisekarte mit Bestellknopf reicht nicht. Damit Online-Bestellungen im Alltag funktionieren und in Deutschland sauber abgerechnet werden, sollte ein System diese Punkte abdecken.
Zahlung direkt auf Ihr Konto
Das Geld sollte nicht erst über das Konto eines Anbieters laufen. Bei OwnGo zahlen Gäste über Ihr eigenes Stripe-Konto, OwnGo fasst das Geld nie an. Die Karte des Gastes wird erst belastet, wenn Ihre Küche die Bestellung annimmt. Lehnen Sie ab oder reagiert niemand, zahlt der Gast nichts.
Ein Ablauf, der zur Küche passt
Neue Bestellungen dürfen im Trubel nicht untergehen. Das Küchenpanel von OwnGo läuft im Browser auf jedem Tablet oder Handy. Es meldet neue Bestellungen mit einem lauten Signal und zeigt einen Countdown bis zur Annahme. Die Küche legt die Abholzeit fest, und der Gast wird informiert. Neue Geräte brauchen Sie nicht.
Speisekarte, die Sie selbst pflegen
Im Admin sehen Sie Umsatz und Bestellungen live. Preise, Kategorien, Größen und Extras ändern Sie selbst. Ist ein Gericht aus, markieren Sie es mit einem Klick als ausverkauft.
Die deutschen Pflichten
- Die 14 Hauptallergene nach LMIV an jedem Gericht.
- Der Bestellbutton „Zahlungspflichtig bestellen“ nach § 312j BGB.
- Ein Beleg mit fortlaufender Nummer per E-Mail an jeden Gast (§ 14 UStG).
- Ein Tagesabschluss (Z-Bericht) jeden Tag, getrennt nach 7 % und 19 % Umsatzsteuer und nach Zahlungsart.
- Ein unveränderbares Bestellprotokoll nach GoBD.
Hinweis
Plattform und eigene Seite nebeneinander
Es geht nicht um ein Entweder-oder. Lieferplattformen und eine eigene Bestellseite erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Plattformen bringen Ihnen Gäste, die Sie noch nicht kennen. Ihre eigene Seite bedient die Gäste, die schon wissen, wo es ihnen schmeckt.
| Lieferplattform | Eigene Bestellseite | |
|---|---|---|
| Reichweite | Neue Gäste, die auf der Plattform suchen | Stammgäste und Gäste, die Sie über Google finden |
| Kosten pro Bestellung | Provision, häufig im zweistelligen Prozentbereich | 0 % Provision, nur die Zahlungsgebühr |
| Gästedaten | Liegen bei der Plattform | Gehören Ihnen |
| Auftritt | Im Design der Plattform, neben anderen Restaurants | In Ihren Farben, nur Ihr Restaurant |
| Auszahlung | Nach den Bedingungen der Plattform | Direkt über Ihr eigenes Stripe-Konto |
Ein sinnvoller Weg ist daher, beides zu nutzen. Wer Sie über eine Plattform entdeckt hat und wiederkommt, kann beim nächsten Mal direkt bei Ihnen bestellen. Dafür muss er nur wissen, dass es Ihre eigene Seite gibt.
Wie Gäste Ihre Bestellseite finden
Eine Bestellseite bringt nur etwas, wenn Gäste sie finden. Die gute Nachricht: Die meisten Ihrer Gäste suchen bereits nach Ihnen, nicht nach irgendeinem Restaurant.
- Google-Profil: Beim Start hinterlegen wir den Bestelllink in Ihrem Google-Unternehmensprofil. Wer Ihren Namen sucht, findet dort direkt den Weg zur Bestellung.
- QR-Code: Sie bekommen einen QR-Code für Tüten, Flyer und Tische. Jeder Gast, der heute bei Ihnen isst, kann beim nächsten Mal online bestellen.
- Eigene Domain: Die Seite kann unter Ihrer eigenen Adresse laufen. Was Sie bei Google aufbauen, bleibt bei Ihnen.
- Stammgäste: Sagen Sie es am Tresen und am Telefon. Wer anruft, um zu bestellen, bestellt beim nächsten Mal vielleicht online.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt die Pizzeria Zia Maria in Berlin. Mehr dazu auf den Seiten für Pizzerien und für Restaurants in Berlin.
Auch auf der Seite selbst hilft einiges beim Verkauf: Aktionen mit Zeitplan wie ein Mittagsangebot, das von selbst startet und endet, Gutscheine und „Passt dazu“-Vorschläge im Warenkorb für Beilage und Getränk. Die Speisekarte gibt es in sechs Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch, Italienisch, Spanisch und Französisch.
So läuft die Einrichtung
Die Einrichtung übernimmt OwnGo, kostenlos. Ihr Aufwand ist klein.
- Gespräch: Sie schreiben uns über das Kontaktformular. Wir melden uns innerhalb eines Werktags persönlich.
- Speisekarte schicken: Sie senden uns Ihre Karte. Wir bauen Website, Menü mit Größen, Extras und Allergenen sowie das Küchenpanel.
- Stripe-Konto bestätigen: Das ist der einzige Schritt, den nur Sie erledigen können, denn die Auszahlungen gehen auf Ihr Bankkonto.
- Start: Wir hinterlegen den Bestelllink in Ihrem Google-Profil und geben Ihnen den QR-Code. Das Küchenpanel öffnen Sie auf einem Tablet oder Handy, das Sie schon haben.
Wenn später etwas nicht klappt, erreichen Sie uns während Ihrer Öffnungszeiten, auch abends und am Wochenende. Sie sprechen direkt mit den Leuten, die OwnGo in Berlin entwickeln.
Checkliste vor der Entscheidung
Diese Fragen helfen Ihnen, ein Online-Bestellsystem ohne Provision zu prüfen, egal bei welchem Anbieter.
- Geht das Geld direkt auf mein Konto, oder läuft es über den Anbieter?
- Wird der Gast erst belastet, wenn meine Küche die Bestellung annimmt?
- Brauche ich neue Geräte, oder läuft alles auf meinem Tablet oder Handy?
- Kann ich Größen, Extras und Allergene selbst pflegen?
- Bekommt jeder Gast einen Beleg, und gibt es einen Tagesabschluss für den Steuerberater?
- Läuft die Seite unter meiner eigenen Domain?
- Wie hoch ist der Monatspreis wirklich, und wie lange bin ich gebunden?
- Wen erreiche ich am Samstagabend, wenn etwas nicht funktioniert?
Wenn Sie wissen möchten, was Sie heute an Provision zahlen, starten Sie mit dem Provisionsrechner. Für kleine Beträge und schnelle Abholung lohnt sich auch ein Blick auf die Seite für Imbiss und Döner.
Häufige Fragen
Was bedeutet Online-Bestellsystem ohne Provision genau?
Sie zahlen einen festen Monatspreis statt eines Prozentsatzes pro Bestellung. Bei OwnGo sind das 49 € im Monat bei 12 Monaten Laufzeit oder 59 € monatlich kündbar, pro Kartenzahlung fällt nur die Gebühr von Stripe an.
Muss ich meine Lieferplattform kündigen?
Nein. Plattformen bringen Ihnen neue Gäste, Ihre eigene Bestellseite bedient die Gäste, die Sie schon kennen. Viele Restaurants nutzen beides nebeneinander.
Liefert OwnGo auch aus?
Nein. Über OwnGo bestellen Gäste zur Abholung, entweder so bald wie möglich oder vorbestellt für eine spätere Uhrzeit. Einen Lieferdienst bietet OwnGo nicht an.
Wann wird die Karte des Gastes belastet?
Erst wenn Ihre Küche die Bestellung annimmt. Eine abgelehnte oder nicht beantwortete Bestellung kostet den Gast nichts.
Wie lange dauert die Einrichtung?
Das hängt vor allem davon ab, wie schnell Ihre Speisekarte und die Bestätigung Ihres Stripe-Kontos vorliegen. Den Aufbau von Website, Menü und Küchenpanel übernehmen wir, kostenlos.
Kann ich meine eigene Domain verwenden?
Ja. Die Bestellseite kann unter Ihrer eigenen Domain laufen. So bleibt alles, was Sie bei Google aufbauen, bei Ihnen.
OwnGo
Ihre eigene Bestellseite. Ohne Provision.
Website, Kartenzahlung, Küchenpanel und Tagesabschluss für 49 € im Monat bei 12 Monaten Laufzeit oder 59 € monatlich kündbar. Die Einrichtung übernehmen wir.